Matthias und die Eskalation der Reichskrise
Matthias, geboren am 24. Februar 1557 in Wien, erlangte politische Bedeutung, indem er die Opposition innerhalb des Hauses Habsburg gegen seinen Bruder Rudolf II. anführte. Nach der stufenweisen Übernahme der Macht in Ungarn, Österreich und Mähren wurde er 1612 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Seine Regierungszeit war von dem Versuch geprägt, zwischen den Religionsparteien zu vermitteln und wichtige Verträge mit dem Osmanischen Reich zu schließen. Unter dem Einfluss von Kardinal Melchior Klesl gelang es ihm jedoch nicht, die Spannungen in Böhmen zu lösen, was 1618 im Prager Fenstersturz und dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges gipfelte.
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