Ferdinand II. und der Dreißigjährige Krieg
Ferdinand II., geboren am 9. Juli 1578 in Graz, war ein von den Jesuiten erzogener, streng katholischer Herrscher, der vor seiner Kaiserwahl 1619 Innerösterreich regierte. Als unnachgiebiger Verfechter der Gegenreformation setzte er sich die Rekatholisierung seiner Länder zum Ziel und löste damit den Dreißigjährigen Krieg aus. Im Krieg etablierte er mithilfe von Feldherren wie Wallenstein und Tilly zeitweise die militärische Überlegenheit der katholischen Seite und erließ 1629 das Restitutionsedikt. Trotz schwedischer Intervention und wechselnder Kriegsglückslagen strebte er gegen Ende seiner Herrschaft mit dem Prager Frieden eine Ausgleichspolitik an.
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