Marschall Pétain und das autoritäre Vichy-Regime
Philippe Pétain, Held des Ersten Weltkriegs aus der Schlacht um Verdun, übernahm im Juni 1940 in einer tiefen Krise das Amt des Premierministers. Er schloss den Waffenstillstand mit Deutschland, löste die Dritte Republik auf und begründete das autoritäre Vichy-Regime. Unter dem Banner der „Nationalen Revolution“ betrieb er eine aktive Kollaboration mit dem NS-Staat und unterstützte antijüdische Maßnahmen sowie Deportationen. Nach dem Krieg wurde Pétain 1945 wegen Landesverrats zum Tode verurteilt. Aufgrund seines hohen Alters und früherer militärischer Verdienste wandelte Charles de Gaulle die Strafe jedoch in lebenslange Haft um, die er bis zu seinem Tod auf der Île d'Yeu verbüßte.
Kommentar