Matthias Erzberger
Matthias Erzberger war ein einflussreicher Politiker und Journalist der Zentrumspartei, der den Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik entscheidend mitgestaltete. Nachdem er zu Kriegsbeginn die militärische Expansion unterstützt hatte, wandelte er sich und initiierte 1917 die Friedensresolution des Reichstags. Im November 1918 unterzeichnete er als Leiter der deutschen Delegation im Wald von Compiègne das Waffenstillstandsabkommen. Als Reichsfinanzminister und Vizekanzler setzte er eine grundlegende Finanz- und Steuerreform durch. Wegen der Unterzeichnung des Waffenstillstands und seiner Haltung zum Versailler Vertrag wurde er von rechten Kräften diffamiert und 1921 ermordet.
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