Kernwissenschaft im Zweiten Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg beschleunigte die Fortschritte in der Kernphysik drastisch und wandelte theoretische Erkenntnisse in beispiellose militärische Macht um. Die Entdeckung der Kernspaltung im Jahr 1938 demonstrierte die immense Energie, die im Atomkern gebunden ist. Angesichts der Gefahr neuartiger Vernichtungswaffen riefen die Alliierten das Manhattan-Projekt sowie das britische Programm Tube Alloys ins Leben, während Deutschland das Uranprojekt startete. Wissenschaftler erzielten entscheidende Durchbrüche bei der Urananreicherung, der Plutoniumherstellung und der Berechnung der kritischen Masse. Der Trinity-Test sowie die Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki beendeten den Krieg, leiteten das atomare Zeitalter ein und veränderten die globale Geopolitik nachhaltig.
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