Maxime Weygand und der militärische Zusammenbruch 1940
General Maxime Weygand übernahm im Mai 1940 mitten in der deutschen Invasion den Oberbefehl über die alliierten Streitkräfte als Nachfolger von Maurice Gamelin. Trotz Versuchen, eine Verteidigungslinie an der Somme aufzubauen, gelang es ihm nicht, den deutschen Vormarsch zu stoppen. Überzeugt von der militärischen Aussichtslosigkeit, forderte er nachdrücklich den Waffenstillstand. Unter dem Vichy-Regime amtierte er als Verteidigungsminister und Generaldelegierter in Nordafrika, wo er mit dem Regime kooperierte, sich aber deutscher Kontrolle widersetzte. 1942 von der Gestapo festgenommen und in Deutschland interniert, wurde Weygand nach dem Krieg wegen Kollaborationsverdachts angeklagt, jedoch 1948 freigesprochen.
Kommentar